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CD

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Die neue CD von Gabrielle Heidelberger führt zurück in eine Zeit, als Schlager noch Chansons waren. In eine Zeit, als Swing-Musik noch zum Schlager werden konnte. Und in eine Zeit, in der Schlagersängerinnen noch eine Stimme hatten.

Doch ist der Begriff „Schlager“ sowieso zu klein für dieses Album, das ein Kaleidoskop aus Easy Listening, Bossa Nova, Swing, Chanson und Retro-Schlager bildet.

Die Liedtexte wurden Gabrielle Heidelberger von Ilona Boraud und Yvonne Fendel auf den Leib geschrieben. Sie sind so bunt und vielfältig wie das Leben, mit all seinen Höhen und Tiefen, Irrungen und Wirrungen, mit Freud und Leid, Optimismus und Resignation, Freude und Trauer. Eine Sammlung von Momentaufnahmen des Alltags eben, mit vielen autobiographischen Bezügen. Denn „mit einem Schlag“ können sich viele Dinge im Leben ändern. Pläne werden plötzlich umgeworfen und man wird wieder daran erinnert, dass das Glück niemals selbstverständlich ist.

Überhaupt hatte die deutsch-französische Sängerin einen alles andere als geradlinigen Lebensweg, bis sie bei ihrer musikalischen Berufung angekommen war. Zwar war der dreijährigen Gabrielle schon klar: „Ich will Opernsängerin werden!“ Aber wie so viele musste auch Gabrielle Heidelberger erst einmal etwas „Anständiges“ lernen. Erst im Alter von 34 Jahren begann sie mit einem klassischen Gesangsstudium. Doch bereits während des Studiums wurde Gabrielle Heidelberger klar, dass die Oper alleine nicht ihre Erfüllung ist. Dank ihrer exzellenten amerikanischen Lehrerin konnte sie sich auch in Richtung Musical und Jazz entwickeln. So verfügt Gabrielle Heidelberger heute über eine enorme stilistische Bandbreite. Die klassisch ausgebildete Sopranistin ist dabei nicht nur eine der vielen Opernsängerinnen, die sich auch mal in Musical oder Jazz versuchen – nein, sie singt in jedem Genre mit absoluter Authentizität und großer emotionaler Tiefe, so dass man in ihren Jazz-Interpretationen keine klassische Sängerin vermutet. Dabei sind ihre Operetten- und Operninterpretationen ebenso von einzigartiger Qualität. Man kann es nicht beschreiben, man muss sie gehört (und erlebt!) haben.

Das Swing-Duett „Leading Light“ singt Gabrielle Heidelberger gemeinsam mit Ferenc Husta, dem langjährigen Bass der „Wise Guys“. Auch er gehörte eher zu den Spätberufenen, fasste er doch in seiner Jugend den Beschluss, „niemals Musiker zu werden.“ Bis er 1995 die Wise Guys traf…

Alle Kompositionen und Arrangements dieser Produktion stammen von Thomas Bierling. Neben seiner Vorliebe für grenzüberschreitende und höchst ausgefallene Jazz-Projekte wie zum Beispiel der Vertonung des Deutschen Grundgesetzes pflegt er eine heute eher ungewöhnliche Leidenschaft für gehobene Unterhaltungsmusik im Stile des „Easy Listening“, wobei er eine besondere Begabung hat, regelrechte Ohrwürmer zu schreiben.

 

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Pressetext

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Cover Rückseite

 

Nur einen Moment...

Stückpreis: 15,95 EUR
(inkl. 19,00% MwSt. und zzgl. Versandkosten)
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„Mein lieber Moses…“

oder: „laut denken mit dem Freunde“
Hörspiel um fiktive Schachplaudereien
zwischen Lessing und Mendelssohn.

Mit deren (weitgehend) eigenen Worten.

von Jens Oberheide
gelesen von Gerhard Fehn und Ferenc Husta

Musik: Franck A. Holzkamp

Moses Mendelssohn und Gotthold Ephraim Lessing haben sich 1754 beim Schachspielen kennengelernt. Sie waren verwandte Seelen, haben ihre idealistischen und aufklärerischen Gedanken ebenso miteinander ausgetauscht, wie ihre menschlichen Befindlichkeiten und die Sorgen und Freuden des Alltags.

Moses Mendelssohn (*6. September 1729 in Dessau, † 4. Januar 1786 in Berlin) war in der deutschen Kultur des 18. Jahrhunderts der führende jüdische Schriftsteller deutscher Sprache und Gründer der Wissenschaft des Judentums. Sein philosophisches Werk ist durch Ethik und Menschenliebe geprägt.

Gotthold Ephraim Lessing (* 22. Januar 1729 in Kamenz, † 15. Februar 1781 in Braunschweig) war Dramatiker, Denker und Dichter der deutschen Aufklärung. Mit „Nathan der Weise“ setzte er seinem Freund Moses Mendelssohn ein literarisches Denkmal und legte zugleich ein beispielgebendes Zeugnis religiöser Toleranz ab.

Das Zwei-Personen-Stück „Mein lieber Moses….“ führt Moses Mendelssohn und Gotthold Ephraim Lessing zum fiktiven Gedankenaustausch beim Schach zusammen. Dabei plaudern sie über alles, was sie bewegt. Über Gott und die Welt, über Philosophie, Wissenschaft und Gesellschaft, über Freimaurerei und die Kunst, recht zu leben. Das ist mal „so dahingeredet“, mal fröhlich und satirisch und mal mit ernsthaftem Tiefgang.

In den Mund gelegt wurden ihnen (fast) durchgehend Originalzitate (aus 138 Textquellen), die nicht immer im direkten Dialog und Zusammenhang entstanden sind. Der Sprachduktus wurde dem heutigen Verständnis angeglichen, ohne die Aussagen als solche zu verändern. Sie stammen aus Briefen, Aufsätzen, Anekdoten und Aphorismen, aus Dramen und Fabeln, sowie aus Poesie und Prosa. Manche Gedanken bleiben fragend stehen. Die Nichtbeantwortung ist beabsichtigter Teil der Dramaturgie – auch über den Schluss des Stückes hinaus. Wer die Gedanken weiterdenken mag, dem möge die sensible Musikbegleitung (vorher, hinterher und zwischen einzelnen Sequenzen) als „Gedankenbrücke“ dienen.

Mein lieber Moses...

Stückpreis: 15,95 EUR
(inkl. 7,00% MwSt. und zzgl. Versandkosten)